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Wann: 26.11. - 27.11.2018 
Wo: Berlin

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1. Blockbauweise 8 kN Brandenburg/Markkleeberg

Charakteristisch für die Blockbauweise 8 kN Brandenburg/Markkleeberg sind die tragenden Querwände und die Außenwände aus 1,2 m breiten, im Mittel 1,0 m - 1,3 m hohen einschichtigen Leichtbetonblockelementen. Die Deckenelemente, Loggia/Balkonelemente bzw. die Fenster- und Haustürgewände bestehen aus Stahlbetonfertigteilen. Alle Verbindungen wurden durch Vermörteln oder Vergießen hergestellt. Die Bauteile wurden auf der Baustelle verputzt. Es überwiegen viergeschossige Gebäude mit Steildach, außenliegender Küche und Bad sowie Ofenheizung. Die Anwendung dieser Bauweise erfolgte von 1964 bis 1990, wobei der weitaus überwiegende Anteil im Zeitraum 1964 bis 1975 errichtet wurde. Gesamtzahl der erbauten Wohneinheiten: 593.800 WE.

2. Blockbauweise 8 kN Q 3 A

Die Blockbauweise 8 kN Q A ist eine weitaus überwiegend in Berlin (Ost) realisierte Variante der unter 1. beschriebenen Typen Brandenburg/Markkleeberg. Die einschichtigen Leichtbeton Blockelemente besitzen meist einen Ziegelsplittzuschlag. Neben Stahlbetondeckenplatten wurden auch Decken aus Spannbeton eingesetzt. Weiterhin abweichend von der unter 1. beschriebenen Bauweise besitzt die Serie Q 3 A innenliegende Bäder mit Schwerkraftlüftung. Es sind überwiegend viergeschossige Gebäude mit Flachdach und Ofenheizung ausgeführt worden. Die Anwendung beschränkt sich auf den Zeitraum 1958 bis 1965; Gesamtzahl der realisierten Wohneinheiten: 28.600 WE.

3. Blockbauweise 1 1 kN

Die 11 kN Blockbauweise - auch Brandenburg-Ratiotypen genannt - ist eine Weiterentwicklung des unter 1. und 2. dargestellten Blockbaus. Es handelt sich um eine Querwandbauweise, bei denen die Leichtbeton- bzw. Gasbeton-Außenwandelemente bereits werkseitig eine Putzbeschichtung erhielten. Die Giebelwände bestehen aus einer dreischichtigen Konstruktion. Entsprechend können diese Bauweisen am gleichen Objekt mit Dichtstoffen geschlossene Fugen an den Gebäudelängsseiten und zweistufig abgedichtete Elementfugen im Bereich der geschoßhohen Giebelwandelemente aufweisen. Die Gebäude wurden in vielfältigen Abwandlungen sowohl mit innenliegendem wie außenliegendem Bad, mit Flachdach oder Steildach, Zentralheizung oder Ofenheizung realisiert. Die Bauweise wurde von 1977 bis 1990 angewendet. 47.100 WE wurden in dieser Bauweise errichtet.

4. Streifenbauweise Magdeburg 20 kN

Der aus der 8 kN Blockbauweise Brandenburg entwickelte Streifenbautyp - 20 kN ist gekennzeichnet durch die 2,4 m bzw. 3,6 m langen, streifenweise durchlaufenden, öffnungsüberdeckenden Außenwand-Sturz/Brüstungselemente. Wie bei der 8 kN Blockbauweise bestehen die Elemente aus Leichtbeton und wurden auf der Baustelle verputzt. Die Gebäude wurden vier- und fünfgeschossig mit außen- oder innenliegendem Bad mit Zentralheizung oder Ofenheizung errichtet. Gebäude mit bel?üfteten Flachdächern überwiegen. Die Bauweise wurde von 1964 bis 1989 verwendet, wobei der wesentliche Anwendungszeitraum 1975 - 1980 ist. Insgesamt wurden 43.000 WE in dieser Bauweise errichtet.

5. Plattenbauweise 35 kN

Die Plattenbauweise 35 kN IW 34-Z/0 Dresden ist eine Weiterentwicklung der unter 4. beschriebenen Streifenbauweise 20 kN (Magdeburg). Wie diese bestehen die Außenwandelemente aus Leichtbeton, sind jedoch durchweg geschoßhoch. Die Giebelwandplatten wurden bereits im Werk mit Putzen versehen, die Längsfassaden wurden teilweise auch auf der Baustelle verputzt. Die Decken in den Systemlängen von 2,4 m und 3.6 m sind Stahlbetonelemente ohne Hohlräume. Die Gebäude wurden überwiegend mit belüftetem Flachdach mit Innenentwässerung realisiert. 86.000 WE wurden in dieser Bauweise im Zeitraum zwischen 1973 und 1990 errichtet.

6. Plattenbauweise P 1

Die Großtafelbauweise P 1 (Typensegmentreihe "IW / 61 - P 1 "; auch "IW / 60" bzw. "IW / 63") ist die erste zentrale Entwicklung des Wohnungsbaus in der Plattenbauweise, die parallel zu den Blockbauweisen angewendet wurde. Wie bei den vorbeschriebenen Bauweisen bestehen die Außenwände aus einem Leichtbeton, der werkseitig oberflächenfertig mit Putzen versehen wurde. Die Gebäude erhielten überwiegend Flachdächer. Die Serie P 1 wurde nur in den frühen Jahren des Fertigteilbaus von 1958 bis 1970 bei 12.500 WE angewendet.

7. Plattenbauweise P 2

Die Plattenbauweise P 2 stellt eine Großtafelbauweise mit langem Anwendungszeitraum dar. Typisch sind die 6 m langen Längsaußenwandelemente und Spannbetondecken mit gleicher Systemlänge. Die Außenwandquerschnitte wurden in sehr großer Typenvielfalt realisiert. Neben Leichtbetonaußenwänden mit werkseitig aufgebrachtem Innen- und Außenputz wurden Wände mit Außendämmung, Innendämmung und Dreischichtenplatten mit mittig liegender Kerndämmung während des rund 25-jährigen Anwendungszeitraums realisiert. Die Gebäude sind überwiegend fünf- und sechsgeschossig bzw. zehn- und elfgeschossig. Die Küchen und Bäder sind innenliegend; die Dächer sind als zweischalige belüftete Dächer ausgebildet. Im Zeitraum 1964 bis 1990 wurden 363.600 WE errichtet.

8. Plattenbauweise P Halle

Der Fertigteiltyp P Halle hat Deckenspannweiten von 2,4 m und 3,6 m (Stahlbeton) und genau so lange Längsaußenwände, in der Regel aus Leichtbeton; es wurden jedoch auch Zweischichtenplatten realisiert. Die Elemente wurden werkseitig mit einer oberflächenfertigen Putzbeschichtung versehen. Die Außenwandfugen sind mit geringen Ausnahmen als mit Dichtstoffen geschlossene Fugen ausgebildet. Die Gebäude wurden vier- bis sechsgeschossig mit außen- und innenliegenden Bädern, mit zweischaligen belüfteten Flachdächern realisiert. Es wurden insgesamt 148.100 WE im Zeitraum 1964 bis 1986 ausgeführt.

9. Plattenbauweise Q P

Die Großtafelbauweise Q P ist eine bezirkliche Entwicklung für den vielgeschossigen Wohnungsbau in Berlin. Kennzeichnend für die acht- und zehngeschossig gebauten Typen sind Deckenspannweiten zwischen 2,4 m und 3,6 m. Die Außenwandkonstruktionen sind meist mit keramischen Platten belegt. Sie bestehen an der Giebelwand aus Dreischichtenplatten mit Schaumpolystyrolkerndämmung, an den Längswänden aus Leichtbeton, die beidseitig oberflächenfertig Putzschichten (Feinbeton), außenseitig Keramikplatten aufweisen. Die Decken und tragenden Innenwandelemente bestehen aus Normalbeton, die Trennwandelemente aus Gips. Die Außenwände besitzen eine zweistufig abgedichtete Fugenkonstruktion. Die Bäder sind im Gebäudeinneren angeordnet; die Dächer sind als zweischalige, belüftete Konstruktionen mit Innenentwässerung konstruiert. Von 1958 bis 1985 wurden insgesamt 42.600 WE errichtet.

10. Plattenbauweise WBS 70

Die Hauptmerkmale der fünf-, sechs- und elfgeschossigen Gebäude des Großtafelbautyps WBS 70 sind die weitaus überwiegend angewendeten, 6 m langen Spannbeton-Deckenelemente (3 m breit), die dreischichtigen, überwiegend 6 m langen Außenwandelemente (Trageschicht und Wetterschutzschicht aus Normalbeton, Wärmedämmung aus Polystyrol oder Mineralwolle) sowie die Raumzellen für Bad/WC (Beton/Gips) und für den Aufzugsschacht (in den Bezirken Schwerin und Leipzig wurden ab 1985 auch einschichtige Gasbetonaußenwandelemente eingesetzt). Die raumgroßen Innen- und Trennwandelemente - auch die des Kellergeschosses - bestehen aus Normalbeton. Die Fugen der Außenwände sind weitaus überwiegend zweistufig abgedichtet. Die Gebäude weisen innenliegende Bäder auf. Der obere Gebäudeabschluß ist als zweischaliges belüftetes Flachdach mit Innenentwässerung ausgeführt. Im Zeitraum 1972 bis 1990 wurden insgesamt 644.900 WE in dieser häufigst verwendeten Bauweise realisiert.

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